Eine Leipziger Institution

Der Name academixer steht für Ensemble-Kabarett vom Feinsten und für eine deutschlandweit einzigartige Spielstätte. Im Windschatten der Monumentalbauten des Augustusplatzes wie dem MDR-Hochhaus, Gewandhaus und Oper, befindet sich im Keller des ehemaligen Messehauses  Dresdner Hof  in der Kupfergasse die Spielstätte der academixer. 1980 bezog man die mit Rezeption, Friseur, Wannenbad, Post und Bar repräsentativ eingerichtete ehemalige Empfangshalle des in den 1920ern erbauten Messehauses.
 

Auch nach dem Umbau zu einem Kleinkunsttheater haben die Räume ihren Charme nicht verloren. Entstanden ist eine reizvolle Mischung aus Nostalgie und Funktionalität. Im Stil des  Art Deco  wurden edle Materialien verarbeitet, so wurden die Decken- und Wandflächen mit farbigem Spiegelglas im einstigen Glanz rekonstruiert. Einen reizvollen Kontrast zu dem Art-Deco-Ambiente bildet das exklusive und originale Marcel-Breuer-Gestühl aus der Zeit der Architektur des  Bauhauses. Alles in allem ein nobles Ambiente, in dem man sich wohl fühlt. Kabarett-Urgestein Dieter Hildebrandt adelte das Gemäuer mit den Worten „Eine der schönsten Kleinkunstbühnen Deutschlands“.
 

bauzeit_1 zoom in

Die ebenfalls im Keller befindliche Gaststätte, von Insidern  Mixer  genannt, besticht optisch durch die vielen von den Kabarettisten gesammelten Accessoires, welche einem überall begegnen. Kulinarisch kann man sich ab 18:00 Uhr auf die Vorstellung einstimmen und danach, Tisch an Tisch mit den Kabarettisten, ohne Schankschlussandrohung den Abend ausklingen lassen.
 

Die academixer gründeten sich 1966 als  Studentenkabarett der Leipziger Karl-Marx-Universität, daher auch der von 'akademisch' abgeleitete Name. Die Gründungsmitglieder  Christian Becher,  Gunter Böhnke,  Jürgen Hart  und  Bernd-Lutz Lange  standen viele Jahre als Ensemble auf der Bühne und prägten auch hinter den Kulissen das Spiel der academixer. Gut zehn Jahre geschah das nebenberuflich, erst Mitte der 1970er Jahre avancierten die academixer zum Berufskabarett.

Jürgen Hart wurde der Chef des Kabaretts und blieb es bis 1990. Dank seiner Texte, Regiearbeiten und Führung eroberten die academixer (Ost)Deutschland im Sturm. Nur 2 x jährlich wurden die Eintrittskarten feil geboten. Dann verstopfte eine lange Menschenreihe die Kupfergasse. Mit der Wende kam die Metamorphose der Gesellschaftsform des Unternehmens. 1993 wurde die städtische Einrichtung zu einer GmbH, Karten können jeden Tag gekauft werden.

1999/2000 wurde der gesamte Gebäudekomplex saniert. In dieser Zeit spielten die academixer im Interim  Lampenladen, der ehemaligen Kalininmensa, ebenfalls in der Kupfergasse gelegen.

  interim_4 zoom in

Heute gehören neben Katrin Hart (seit 1969) noch Peter Treuner (seit 1984), Anke Geißler (seit 1991), Carolin Fischer (seit 2001) und Ralf Bärwolff (seit 2003) zum Stamm der academixer. Sie pflegen weiterhin das academixer-typische Ensemblespiel, transponiert auf die heutige Zeit. 106 academixer-Programme wurden seit der Gründung produziert. Neben aktuell-politischen Themen werden sächsische Mundartprogramme, literarisch-musikalische und satirische Stücke auf die Bühne gebracht. Pro Spielzeit stehen fünf bis sechs verschiedene academixer-Programme parallel im Spielplan. Die Angebotspalette reicht, je nach der Handschrift der Autoren, von lockeren, heiteren bis hin zu bitterbösen, schwarzhumorigen Abenden.

Stammgäste im academixer-Keller sind Gründungsmitglieder  Gunter Böhnke  und  Bernd-Lutz Lange  mit ihren Solo-Programmen und heimische Kabarettgrößen wie  Katrin Weber,  Uwe Steimle, und  Tom Pauls. Das Programmangebot runden namhafte Gäste der deutschsprachigen Kabarettszene wie Max Uthoff oder Gerd Dudenhöffer ab. 'Täglich ein Programm', heißt der Leitspruch der academixer, der im Winterhalbjahr teilweise zwei Vorstellungen am Tag sogar übertroffen wird.

Wenn neben der Arbeit im eigenen Haus noch etwas Zeit bleibt, touren die academixer natürlich auch durch die deutschsprachigen Lande.

 

Ihr aktueller Browser kann diese Seite nicht in vollem Umfang korrekt wiedergeben. Wir bitten Sie Ihren Browser, auch aufgrund von sicherheitsrelevanten Aspekten, zu aktualisieren.

Bitte aktivieren sie Javascript um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.